Metamorphose

Erfolgsgeschichte: Tischlermeister nutzt Internet als neuen Vertriebsweg

Zum Interview in der Holzmanufaktur Geier in Essen

Stylische Accessoires aus der Holzmanufaktur Geier: Cedric Henning, Michael Houben (Metamorphose) und Tischlermeister Tobias Geier (v. l. n. r.). Foto: Marcel Schubert

Neben den vielen reinen Interviews, die Metamorphose mit den Geschäftsführern junger digitaler Unternehmen für den Digitalen Pott führen konnte, ist auch bereits eine ganze Reihe von inspirierenden Erfolgsgeschichten entstanden, die ebenfalls dort nachzulesen sind.

Wie dem Handwerk der Sprung in die Digitalisierung gelingen kann

Unsere Reportage über die neuen Wege, die die Essener Holzmanufaktur Geier gemeinsam mit der sie begleitenden Agentur erfüllbar geht, zeigt einmal mehr, welche Dimensionen die Digitalisierung gerade auch in kleineren Unternehmen haben kann, welche Probleme auftauchen können und welche Lösungsmöglichkeiten gefunden wurden. Sie zeigt ebenso, dass es nicht darum geht, Unsummen auf den Tisch zu legen und morgen plötzlich im Rampenlicht zu stehen. Es geht um einen Prozess, der gemeinsam mit einem zuverlässigen Partner entwickelt werden muss. Das muss wachsen, Stück für Stück. Denn wichtig ist zum einen, dass Ihr Tagesgeschäft nicht gestört wird und zum anderen, dass Sie in diesem Prozess authentisch bleiben und sich nicht verbiegen. Und natürlich muss das Geld für die Digitalisierung auch erstmal verdient werden. Die Checkliste unten gibt einige Hinweise, was beachtet werden sollte.

Heute vertreibt die Holzmanufaktur Geier nicht nur kleinere Accessoires bundesweit und beliefert dabei auch Kunden in angesagten Städten wie Hamburg oder Berlin. Auch schwere Tische, allesamt Unikate, finden ihren Weg beispielsweise bis nach München. Verschiedentlich finden sich bereits auch Kunden in angrenzenden Ländern. Damit hat der Tischlermeister gezeigt, wie neue Vertriebswege auch im Handwerk erfolgreich entstehen können. Welche Möglichkeiten der Digitalisierung lassen sich für Ihren Betrieb finden?

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem Dienstleister ist wichtig – kleine Checkliste für Handwerker

  • Viele Handwerksbetriebe, die die Chancen der Digitalisierung bisher noch nicht nutzen, sind kleinere Familienbetriebe.  Wenn Sie als Betrieb zum Beispiel 5 oder 6 Beschäftigte haben, dann sollte Ihr Dienstleister auch von der Größe her zu Ihnen passen. Nehmen wir an, es handelt sich um eine Internetagentur. Dann wäre es ratsam, sich einen Partner zu suchen, der nicht mehr als 15 Beschäftigte hat. Dann sind die Chancen, mit der Geschäftsführung wirklich auf Augenhöhe sprechen und sich gemeinsam in angemessenen Zeitfenstern beraten zu können, ungleich größer, als wenn Sie sich einer Agentur anvertrauen, die sich gerade mit der bundesweiten Kampagne für einen Energieriesen beschäftigt. Natürlich gibt es hier sehr löbliche Ausnahmen, aber die bestätigen, wie so oft, nur die Regel.
  • Die Zusammenarbeit sollte vor allem durch Gemeinsamkeiten geprägt sein. Zeigt Ihr Dienstleister  Interesse an Ihrem Handwerk, den Prozessen, der Technik, den Materialien? Ein bisschen ehrliche Begeisterung sollte schon spürbar sein, damit Sie auch nach einem halben Jahr noch sagen können, dass da jemand für Ihre Sache brennt.  Wenn Sie Tischler sind und ihr Ansprechpartner eine Holzstauballergie hat, ist das kein gutes Omen.
  • Entwerfen Sie gemeinsam eine Strategie. Wohin wollen Sie, was möchten Sie erreichen? Wie stellt sich der Markt dar und wie können Sie sich darin eindeutig positionieren? Worin besteht Ihre Marke und was ist die Story Ihres Unternehmens, mit der Sie begeistern können und von der andere gerne mehr wissen möchten?
  • Planen Sie den Prozess gemeinsam und legen Sie gern Wert auf eine Schritt-für-Schritt-Technik. Welche Meilensteine gibt es? Wann soll was passieren? Inwiefern können, müssen oder wollen Sie selbst unterstützen? Wie viel Arbeitszeit wird Sie das selbst (und Ihre Beschäftigten) kosten? Wie vermeiden Sie, dass Ihr Tagesgeschäft unter den Anstrengungen leidet?
  • Auch die Digitalisierung ist von vielen Anglizismen durchsetzt. Die Nutzung von Fachbegriffen aus dem Englischen ist aber bei der Beratung nicht hilfreich. Wenn Ihr Arzt Sie mit lateinischen Fachbegriffen bombardiert, haben Sie nachher auch eher mehr als weniger Fragen. Wenn Sie bei den Gesprächen mit Ihrem Dienstleiter ein ähnliches Gefühl beschleicht, thematisieren Sie das. Wenn sich nichts ändert und Sie den Erklärungen des Dienstleisters nicht folgen können, wechseln Sie den Dienstleister.
  • Lassen Sie sich Referenzen zeigen und erklären. Gibt es Dinge, die auf Ihr Unternehmen übertragbar sind? Bekommen Sie den sicheren Eindruck, dass Lösungswege für Ihr Unternehmen professionell, sicher, termin- und budgettreu umgesetzt werden können? Nicht nur im Zweifelsfall: Einfach mal ein Unternehmen anrufen, für das der Dienstleister bereits gearbeitet hat. Welchen Eindruck hat man dort von der Zusammenarbeit bekommen?

Wenn Ihr Betrieb in der Region Essen liegt, schauen Sie sich einmal auf den Seiten des Internet-Portals Digitaler Pott um. Hier geben verschiedene Erfolgsgeschichten und Interviews mit jungen digitalen Unternehmenvor Ort  einen Einblick in die Möglichkeiten der Digitalisierung. Auch kleinere Betriebe können hier Inspirationen finden. Das Beste: Ihre Fragen zum Thema Digitalisierung können Sie dort anonym und unverbindlich stellen. Innerhalb kurzer Zeit erhalten Sie eine Antwort und haben die Möglichkeit, mit einem Unternehmen zur Lösung Ihrer Probleme oder Umsetzung Ihrer Vorstellungen Kontakt aufzunehmen. Dieser Service ist kostenlos!